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		<title>Neuromantiker</title>
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		<title>Ironie ist das  Wesen des Romantischen.</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 21:12:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[romantische Genealogie]]></category>

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Dass ein gelehrtes Werk wie Rüdiger Safranskis Buch über &#8222;Romantik &#8211; eine deutsche Affäre&#8220; bis an die vorderen Plätze der Bestellerlisten vordringen konnte, war selbst schon ein Zeitzeichen!
Safranskis Buch präsentiert sich als das Panorama einer Epoche: der deutschen Romantik. Was die Fachkritik bemängelte, nämlich dass ihm ein bisschen der rote Faden und die besondere [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=2021&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignnone size-full wp-image-1760" title="J. C. C. Dahl, Blick auf Schloss Pillnitz" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/schloss-pillnitz.jpg?w=399&#038;h=622" alt="J. C. C. Dahl, Blick auf Schloss Pillnitz" width="399" height="622" /></p>
<p style="text-align:justify;"><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Garamond"&gt;} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">Dass ein gelehrtes Werk wie <span style="color:#993300;"><em>Rüdiger Safranskis</em></span> Buch über &#8222;Romantik &#8211; eine deutsche <a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/safranski-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-36 alignleft" title="Rüdiger Safranski, &quot;Romantik - Eine deutsche Affäre&quot;" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/safranski-1.jpg?w=105&#038;h=168" alt="" width="105" height="168" /></a>Affäre&#8220; bis an die vorderen Plätze der Bestellerlisten vordringen konnte, war selbst schon ein Zeitzeichen!</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">Safranskis Buch präsentiert sich als das Panorama einer Epoche: der deutschen Romantik. Was die Fachkritik bemängelte, nämlich dass ihm ein bisschen der rote Faden und die besondere Pointe fehle, war sicherlich die Voraussetzung für dessen Erfolg beim großen Leserpublikum. Es werden keine schwindelerregenden Interpretationen entwickelt, kein extravagantes Garn gesponnen, sondern mit kräftigen Strichen das Bild einer geistigen Bewegung entworfen, die wie keine andere die Kultur der Deutschen bis heute geprägt hat.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">Im guten oder auch in einem schlechten Sinn?</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">Dass diese Frage eine vieltausendköpfige Leserschaft bewegen konnte, eignet sich selber zu jener besonderen Pointe, an der es Safranskis Darstellung fehlt! Wenn man es nämlich als eine Antwort auffasst auf die Frage, ob unsere Zeit für eine <em>neue</em> Romantik &#8222;reif&#8220; ist.</p>
<p class="MsoNormal">Der spezifische Charakter des Romantischen sei das Ungewisse, wird <span style="color:#993300;"><em>Oscar Wilde</em></span> zitiert. In der voran gegangenen Epoche der Aufklärung und des Rationalismus hatte es nur &#8222;noch&#8220;-Ungewisses gegeben: Morgen schon würde es gewiss geworden sein; oder doch wenigstens gewisser. Die Romantiker, die ab 1794 in Jena <a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/jena-alte-universitat.jpg"><img class="size-full wp-image-48 alignleft" title="Jena, Alte Universitat" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/jena-alte-universitat.jpg?w=201&#038;h=202" alt="" width="201" height="202" /></a>auftraten, meinten hingegen, dass gerade das, worauf es am meisten ankommt, seinem <em>Wesen</em> nach ungewiss ist.</p>
<p class="MsoNormal">Die Grundüberzeugung vom ebenso grenzenlosen wie unaufhaltsamen Fortschreiten der Erkenntnis teilen die positiven Wissenschaften mit dem Rationalismus, und müssen es. Sie haben den Siegeszug der Großen Industrie ermöglicht, dem die romantische Ungewissheit nicht lange widerstehen konnte. Dennoch war die romantische Grundhaltung der wesentlichen Ungewissheit das Moderne an der Moderne. Das positivistische Selbstvertrauen des Industriezeitalters war eine kostspielige Täuschung.</p>
<p class="MsoNormal">Wir stehen am Ende des industriellen Zeitalters und wissen nicht, was nachher kommt. Mehr Ungewissheit war nie. Kein Wunder, dass das Romantische neue Zuwendung erfährt. <em><span style="color:#993300;">&#8222;Anything goes&#8220;</span>?!</em><br />
Die &#8216;Postmoderne&#8217;, die uns die wieder wachsenden Ungewissheiten der Welt zu einer permanenten Casting-Show verharmlosen wollte, hat fertig. Das Ungewisse ist eine ernste Sache.</p>
<p class="MsoNormal">Aber nur mit Ernst, nur in Ungewissheit lässt sich das Leben nicht aushalten. Würde ich tatsächlich an Allem und Jedem zweifeln, das mir begegnet, würde ich kaum die nächste Viertelstunde über die Runden bringen. &#8222;Wohl wissend&#8220;, dass ich in einer Welt lebe, in der &#8222;nichts gewiss&#8220; ist, muss ich doch immer <span style="color:#993300;"><em>so tun, als ob. </em></span></p>
<p class="MsoNormal">Und das Bewusstsein davon, dass dies so ist, nannten die Romantiker <span style="color:#993300;"><em>Ironie.</em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;">Der im Alltag eingerichtete Normalmensch, der seinen Geschäften nachgeht und auf seinen Vorteil achtet – wissend, dass, wer nehmen will, auch geben muss -; also derjenige, <a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/daumier-barthe.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-120" title="Barthe" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/daumier-barthe.jpg?w=183&#038;h=240" alt="" width="183" height="240" /></a>den die Romantiker einen <em><span style="color:#993300;">Philister</span></em><em><span style="color:#993300;"> </span></em>nannten: der kennt Ironie nur als ein Stilmittel, das ihm gelegentlich gute Dienste leistet. Der hält sich unter der Woche die Unge- wissheiten auch sorgsam vom Hals und hebt sie auf für die Rateshow am Samstagabend (und es ist wahr, ihrer sind noch viele). Ironie verwenden sie nur als List, und darum misstrauen sie ihr bei allen Andern.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">Romantische Ironie ist aber eine Weltsicht. Im Wortlaut der Sätze muss sie sich gar nicht zu erkennen geben. Sie ist vielmehr die Folie, vor der sie überhaupt erst ihren… na ja, ihren &#8222;Sinn&#8220; erhalten, der eben nicht Ja ja, nein nein lautet, sondern sozusagen &#8222;in der Schwebe&#8220; ist. Und fragt man: &#8222;Meinst du das ernst?&#8220;, dann heißt es: &#8222;Wie man&#8217;s nimmt.&#8220; Den alltäglichen Verkehr erleichtert es nicht. Das war auch nicht der Ehrgeiz der Romantiker. Denn die Ungewissheit war ihnen ja nicht nur Verlust an Berechenbarkeit – den begrüßten sie gar noch! Sie war ihnen vor allem: der Gewinn neuer Möglichkeiten. Und die fangen immer erst einmal mit neuen Denkmöglichkeiten an:</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">&#8222;Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, <a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/novalis3.jpg"><img class="size-medium wp-image-37 alignleft" title="Novalis 1799" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/novalis3.jpg?w=134&#038;h=168" alt="" width="134" height="168" /></a>dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es&#8220;, lautet ein Satz von <em><span style="color:#993300;">Novalis</span>,</em> den Safranski immer wieder zitiert. Und als den vollendeten dichterischen Vertreter dieser Ironie (die Theoretiker waren Novalis und <span style="color:#993300;"><em>Fr. Schlegel</em></span>) nennt er völlig richtig <span style="color:#993300;"><em>E.T.A. Hoffmann</em></span>,<a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/etahoffmann1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-54" title="E. T. A. Hoffmann (nach einem Selbstporträt)" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/etahoffmann1.jpg?w=134&#038;h=202" alt="" width="134" height="202" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&amp;"> </span>bei dem ein Archivarius auch mal als Salamander und eine Alraune auch als Minister auftritt. Es ist nicht so; aber wenn es so wäre?</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">Es ist witzig. Aber ist es Scherz und Laune? &#8222;Witz ist eine ernste Sache&#8220;, sagte <span style="color:#993300;"><em>Johann Gottlieb Fichte</em></span>, in Jena der philosophische Leuchtturm<a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/fichte6.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-42" title="Fichte" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/fichte6.jpg?w=140&#038;h=166" alt="" width="140" height="166" /></a> der frühen, der wahren Romantik. Denn wer immer es ganz, ganz ernst nimmt mit den Sachen, findet &#8222;im Grunde&#8220; – wenn überhaupt – nur ein Paradox. Was ist &#8216;das Wahre&#8217;? &#8222;Wie sollte nicht jeder Satz über das Absolute und Transzendente nur unter ironischem Vorbehalt gesprochen werden Dürfen? Endliches zu sagen <em>[andere Wörter haben wir ja nicht, J.E.] </em>über das Unendliche kann und darf nur ironisch sein. Ironie gehört deshalb in jede Philosophie, die das Ganze zu begreifen versucht&#8220;, schreibt Safranski, und schließt mit dieser Frage Friedrich Schlegels: &#8222;Ist sie nicht wirklich die innerste Mysterie der kritischen Philosophie?&#8220;</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">Bei der Epoche, die derzeit untergeht, handelt es sich nicht bloß um zweihundert Jahre Kapitalismus und Industriezeitalter. Das Eindringen der Neuen Medien und Informationstechniken in die materiellen Fertigungsvorgänge selbst kündigt das Ende von zehn-, zwölftausend Jahren Arbeitsgesellschaft an. Doch wie bei den alten Griechen zwischen zwei Tragödien zur Erholung eine Komödie geschoben wurde, haben wir zunächst einmal die Farce<a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/persona.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-51" title="Farce" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/persona.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>der &#8222;Postmoderne&#8220; erlebt. Da war nur Geistreichelei und keine Ironie – die wäre ihr &#8222;zu ernst&#8220; gewesen. Die Frage nach dem Wahren führt nämlich erst dann in ein Paradox, das nur in Ironie zu ertragen ist, wenn man sie sich <span style="color:#993300;"><em>stellt</em></span>.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">In diesem Sinne – dass die Zeitenwende, die auf uns zu kommt, ernst genug wird, um uns zu der Frage nach dem Wahren zu veranlassen, für deren paradoxalen Gang wir uns schon jetzt in Ironie rüsten sollten – glaube ich wirklich, dass uns eine &#8222;neue Romantik&#8220; und, wenn man es so will, eine Neue Moderne bevor steht.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">Und weil wir Deutschen eben eine romantische, will sagen zwiespältige und paradoxale Nation sind, müssen wir uns vielleicht wieder einmal hervor tun.</p>
<p style="text-align:justify;">
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		<title>Zeit für eine neue Romantik.</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 17:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausschweifungen]]></category>

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		<description><![CDATA[


 

  
 Dass Rüdiger Safranski mit seinem Buch Romantik. Eine deutsche Affäre auf die vorderen Plätze der Bestsellerliste gelangen konnte, ist ein Zeitzeichen. Nach der hemmungslosen Alberei der “Postmoderne” ist es wieder Zeit für ein bissel mehr Ernst; der aber nach Lage der Dinge doch nur paradoxal sein kann. Oder, wie die Romantiker [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1982&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
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<p><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/safranski_romantik_260.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-109" title="&quot;Romantik. Eine deutsche Affäre&quot;" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/safranski_romantik_260.jpg?w=260&amp;h=150&#038;h=150" alt="" width="260" height="150" /></a></p>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Dass Rüdiger Safranski mit seinem Buch <span style="color:#993300;">Romantik. Eine deutsche Affäre</span> auf die vorderen Plätze der Bestsellerliste gelangen konnte, ist ein Zeitzeichen. Nach der hemmungslosen Alberei der <span style="color:#993300;"><em>“Postmoderne”</em></span> ist es wieder Zeit für ein bissel mehr Ernst; der aber nach Lage der Dinge doch nur <span style="color:#993300;"><em>paradoxal</em></span> sein kann. Oder, wie die Romantiker sagten: “ironisch”.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Dass die Philosophie sinnvoller Weise nicht nach ewigen Wahrheiten suchen kann, ist die bleibende Einsicht jener Epoche, die wir rückblickend <span style="color:#993300;"><em>die Moderne</em></span> nennen und deren Vortrupp die <span style="color:#993300;"><em>Romantiker</em></span> waren: Wie gewiss ein Wissen ist, lässt sich nicht an seinem Gegenstand erweisen, sondern muss am Wissenden selbst geprüft </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> werden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Die „Postmoderne“ hat das überhöht zu der fröhlichen Parole: „is’ </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/784941_edited.jpg"><img class="alignright" title="Zwiespalt" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/784941_edited.jpg?w=186&amp;h=210&#038;h=210" alt="" width="186" height="210" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">ja doch alles nur Konstrukt!“, und erweiterte sie zu der gemütlichen praktischen Konsequenz <em><span style="color:#993300;">Anything goes</span>.</em></span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Mit andern Worten: <em><span style="color:#993300;">Nix gilt</span>.</em> Doch noch ist es nicht Abend, da hat sich schon gezeigt: Das war ja auch wieder nur das selbstbequeme Bekenntnis des <em><span style="color:#993300;">Philisters</span>: </em>Wahr ist, was nützt. Am Ende bleibt als Prüfstein aller Qualitäten nur „das Bedürfnis“. <span style="color:#993300;"><em>Wessen</em></span> Bedürfnis? Nicht die Sachen müssen sich bewähren, sondern die Subjekte. Denn dem kritischen, <span style="color:#993300;"><em>ironischen</em></span> Blick des Romantikers bleibt es nicht verborgen: Wir alle haben…</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#000000;">.</span><br />
</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> <span style="color:#ffffff;">…unser Sach auf Nichts gestellt.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#000000;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#008080;"><span style="color:#000000;"><span style="color:#000000;">.</span><br />
</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Es ist Zeit für die Rückkehr zur Moderne. Ist es&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">I. <a href="../2008/09/19/herzlich-willkommen/">…Zeit für eine neue Romantik</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#000000;"><span style="color:#888888;">II. </span><a href="../2008/11/06/romantisch-ist-das-romanhafte/">Woher kommt “romantisch”?</a></span><a href="../2008/09/19/herzlich-willkommen/"><br />
</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">III. <a href="../2008/09/19/ironie-ist-das-wesen-des-romantischen/">Ironie ist das Wesen es Romantischen</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">IV. <a href="../2008/09/21/zwiespalt-ist-unser-nationalcharakter/">Zwiespalt ist unser Nationalcharakter</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">V. <a href="../2008/09/23/der-philister-zu-deutsch-der-spieser/">Der Philister</a>, zu deutsch: der Spießer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">VI. <a href="../2008/10/15/wird-homo-ludens-den-homo-faber-unterkriegen/">Wird Homo ludens den Homo faber unterkriegen?</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#000000;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#888888;">VII.</span><a href="../2008/11/14/am-eignen-schopf/"> Am eignen Schopf!</a></span></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="color:#888888;">_____________________________________________________________________________________________________</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:16pt;font-family:&amp;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
</div>
</div>
</div>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuromantiker.wordpress.com/1982/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuromantiker.wordpress.com/1982/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuromantiker.wordpress.com/1982/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuromantiker.wordpress.com/1982/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuromantiker.wordpress.com/1982/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuromantiker.wordpress.com/1982/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuromantiker.wordpress.com/1982/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuromantiker.wordpress.com/1982/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuromantiker.wordpress.com/1982/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuromantiker.wordpress.com/1982/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1982&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Ein romantisches Erziehungsprogramm.</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 10:55:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[


 
 
 

Unter dem Titel Alles wandelt sich, der Humanismus bleibt druckte am 27. März 2002 die Welt den Vortrag ab, den der Staatsminister im Bundeskanzleramt für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Prof. Julian Nida-Rümelin, drei Tage zuvor zur Eröffnung des 18. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft gehalten hatte. Darin beklagte er [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1971&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div class="entrybody">
<div class="snap_preview">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &lt;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;  &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;   &lt;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><img class="alignnone size-full wp-image-1370" title="sprünge" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2009/10/sprunge.jpg?w=459&#038;h=345" alt="sprünge" width="459" height="345" /></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#666699;"><span style="font-family:Garamond;">Unter dem Titel </span><span style="color:#888888;"><em><span style="font-family:Garamond;">Alles wandelt sich, der Humanismus bleibt</span></em></span><span style="font-family:Garamond;"> druckte am 27. März 2002 die </span><em><span style="font-family:Garamond;">Welt</span></em><span style="font-family:Garamond;"> den Vortrag ab, den der Staatsminister im Bundeskanzleramt für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Prof. Julian Nida-Rümelin, drei Tage zuvor zur Eröffnung des 18. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft gehalten hatte. Dar</span><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/nida-rmelin-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-109 alignright" title="Julian Nida-Rümelin" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/nida-rmelin-2.jpg?w=180&amp;h=204&#038;h=122" alt="" width="180" height="122" /></a><span style="font-family:Garamond;">in beklagte er die „technokratische Verkürzung“ der pädagogischen Debatten der vergangenen Jahrzehnte, die im „Dickicht der Institutionen“ stecken geblieben sei, und rief zu einer „inhaltlichen Neubestimmung“ auf dem Boden einer „kulturellen Leitidee“ auf &#8211; der humanistischen Bildungskonzeption. Als deren aktuelle Schwerpunkte nannte er: Selbstbestimmung als Sinngebung des eigenen Lebens, ästhetische Bildung, Interaktion und Verständigung sowie Integration und „Umgang mit Differenz“.</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993366;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993366;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993366;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Berlin, den 30. 3. 2002</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Sehr geehrter Herr Professor Nida-Rümelin,</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">zu Ihrer Rede vor der Deutschen Gesellschaft für Erziehungs- wissenschaft über die Aktualität der humanistischen Bildung- sidee möchte ich Sie und uns herzlich beglückwünschen. Endlich erinnert einer daran, daß zu den Dingen der Pädagogik nicht dem Erziehungswissenschaftler, sondern dem Philosophen das erste Wort gehört, weil’s um das Was geht und nicht ums Wie. Eine inhaltliche Neubestimmung fordern Sie, und dafür ist es höchste Zeit. Doch nicht besser kann man einen Text würdigen als durch Kritik. Kritik heißt in diesem Fall: Zuspitzung. Nicht nur als Philosoph haben Sie zu den Erziehungswissenschaftlern geredet, sondern auch als Regierungsvertreter, und da war Zuspitzung nicht oberstes Gebot. Da mag es Ihnen recht sein, wenn das Zuspitzen ein andrer übernimmt. Zuspitzen heißt in diesem wie in vielen andern Fällen: die nebeneinander liegenden Elemente zu einander ins Verhältnis setzen. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eingangs sprechen Sie den historischen Zusammenhang zwischen dem deutschen Bildungsbegriff und der Verspätung der deutschen Nationwerdung an. Tatsächlich ist die Entgegensetzung von Bildung und dem Lernen nützlicher Realien für sozialölkonomische Zwecke eine deutsche Erfindung. Sie wurde zur identitätsstiftenden nationalen Leitidee, denn </span><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/johnny_walker.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-110" title="Gentleman" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/johnny_walker.gif?w=60&amp;h=95&#038;h=95" alt="" width="60" height="95" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">eine solche brauchten wir. Die andern großen Nationen mußten ihre Identität nicht aus der Reflexion konstruieren, sie konnten sie anschauen: in einem lebendigen verbindlichen Menschenbild, in dessen charakteristischen Zügen die Spuren der gemeinsamen Geschichte lesbar sind. Der englische <span style="color:#993366;"><em>gentleman</em></span> personifiziert die historische </span><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/gavroche.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-111" title="Gavroche" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/gavroche.jpg?w=37&amp;h=96&#038;h=96" alt="" width="37" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Vereinigung von Adel und Großbürgertum zur typisch britischen Oligarchie, im französischen <span style="color:#993366;"><em>citoyen</em></span> verbinden sich der plebejische Stolz des Sansculotten mit römischer Staats- vergötzung, der amerikanische <span style="color:#993366;"><em>pioneer</em></span> </span><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/pioneer.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-112" title="Oioneer" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/pioneer.jpg?w=128&amp;h=83&#038;h=83" alt="" width="128" height="83" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">vereinigt den beengten Blick auf den nächstliegenden Vorteil mit einer kontinentalen Weite des Horizonts. Die tausendfach zersplitterten Deutschen haben als Nationaltype lediglich den <span style="color:#993366;"><em>Michel</em></span> hervorgebracht, und schämten sich seiner: Er mußte sich erst einmal <span style="color:#993366;"><em>bilden<span style="color:#000000;">!</span></em></span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das sollte ihm der Deutsche Idealismus besorgen. Dieser Titel verbirgt zwei durchaus entgegen</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">gesetzte Richtungen.</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/deutscher_michel1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-78" title="Michel" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/deutscher_michel1.jpg?w=164&#038;h=300" alt="" width="164" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Historisch wirksam wurde die restaurative Spätform der Schelling und Hegel, eine positive Metaphysik der objektiven Ideen und Begriffe. Die prägte das humanistische Bildungs- system, um das Deutschland im 19. Jahrhundert von seinen Nachbarn beneidet wurde. Doch positive Ideen lassen sich lernen wie eine beliebige Realie, und einer Laufbahn im höheren Staatsdienst konnten sie durchaus nützlich sein. So war denn das typische Produkt dieses Systems zum Ende des Jahrhunderts nicht das eigenverantwortliche Subjekt, sondern der von Nietzsche gegeißelte Bildungsphilister, der sich so gut mit dem preußischen Untertan vertrug.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die frühe, romantisch-revolutionäre Richtung des Idealismus, die Kritische Philosophie von Kant und Fichte, war in der Restauration </span><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/fichte4.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-114" title="Johann Gottlieb Fichte" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/fichte4.jpg?w=122&amp;h=168&#038;h=168" alt="" width="122" height="168" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">untergegangen. Aus ihr hatte aber die Bildungsidee ihr Pathos gewonnen! Das erste Dokument der neuen deutschen Nationalbewegung waren Fichtes <span style="color:#993366;"><em>Reden an die deutsche Nation</em></span> &#8211; und die handelten nicht vom Aufstand gegen Napoleon, sondern vom ‚Plan einer nationalen Bildungsanstalt’. (Die Landschulheim-Bewegung des 20. Jahrhunderts geht unmittelbar auf Fichtes Reden zurück.) Anfang und Ende der Kritischen Philosophie &#8211; und der Bildungs-Idee &#8211; ist das sich selbst bestimmende Subjekt. Der Satz, ‚Deutschsein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun’, war keine Tatsachenbehauptung, sondern ein Postulat: So soll es sein &#8211; nur wenn die Deutschen freie Menschen werden, können sie sich zur Nation bilden wie andere Völker (ein Gedanke, den Marx auf das Proletariat übertragen hat).</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das Prinzip der selbstbestimmten Persönlickeit ist nicht beiläufig mit der Idee ästhetischer Bildung verbunden, sondern historisch &#8211; und logisch. Dreh- und Angelpunkt der Kant’schen Kritik ist das Konstrukt des transzendentalen Subjekts. Doch hat er es nicht, wie etwa Descartes sein cogito, aus der Reflexion gewonnen, sondern aus </span><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/rousseaugif.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-116" title="Jean-Jacques Rousseau" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/rousseaugif.jpg?w=146&amp;h=180&#038;h=180" alt="" width="146" height="180" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">erlebter Anschauung. Freilich nicht aus seiner eignen. Nachdem er in Shaftesburys Ästhetischer Metaphysik seinen archimedischen Punkt gesucht hatte, war ihm, wie so vielen Zeitgenossen, bei Rousseau das Licht aufgegangen: „Kein materielles Wesen ist durch sich selbst tätig; ich aber bin es. Man kann es mir bestreiten &#8211; ich fühle es, und dieses Gefühl, das zu mir spricht, ist stärker als die Vernunft, die es bestreitet“, sagt der Savoyische Vikar in Rousseaus <span style="color:#993366;"><em>Émile</em></span>. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ästhetisch ist dieses Erlebnis, weil es das Gefühl seiner Gewißheit unmittelbar bei sich führt, vor aller Reflexion, und analytischer Rekonstruktion nicht zugänglich. In Fichtes Wissenschaftslehre tritt es in der Figur der ‚Tathandlung’ wieder auf, und die Energie, die als ihr zu Grunde liegend gedacht wird, nennt er ‚produktive Einbildungskraft’. Friedrich Schiller hat die Wissenschaftslehre, als er sie eben druckfrisch in den Händen hielt, fast wörtlich in seine Ästhetische Erziehung des Menschen einbauen können (ab dem 19. Brief). </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Zeitumstände &#8211; der Atheismusstreit &#8211; haben Fichte verführt, das Feld, auf dem die Einbildungskraft vorzüglich produktiv ist, als das Ethische zu bestimmen. Doch Stein des Anstoßes war gewesen, daß er den ‚Grund für unsern Glauben an eine göttliche Weltregierung’ in einem <span style="color:#993366;"><em>Bild</em></span> ausgemacht haben wollte &#8211; in einem </span><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/herbart.jpg"><img class="size-full wp-image-117 alignright" title="Joh. Fried. Herbart" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/herbart.jpg?w=144&amp;h=150&#038;h=150" alt="" width="144" height="150" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">sinnbildlichen Ereignis, wo das Wahre, das Gute und das Schöne allerdings in Eins fallen. Sein (abtrünniger) Schüler Joh. Fr. Herbart hat die radikale Konsequenz daraus gezogen. Er nennt das ganze Reich der Praktischen Philosophie schlichtweg Ästhetik, und was wir landläufig Ethik nennen, gilt ihm nur als ein Anwendungsfall derselben. Moralität heißt bei ihm folgerichtig ‚der sittliche Geschmack’. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Herbart war der Begründer der wissenschaftlichen Allgemeinen Pädadogik. Aber geprägt hat er sie erst, nachdem ihn die selbsternannten <span style="color:#999999;">&#8216;Herbartianer&#8217; </span>auf den Kopf gestellt hatten! Er selbst hatte „die Hauptaufgabe der Pädagogik“ als „<span style="color:#993366;"><em>die ästhetische Darstellung der Welt</em></span>“ bestimmt, doch bei den Herbartianern hieß die Hauptaufgabe der Pädagogik: büffeln. Als die Jugendbewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts zum Sturm auf die <em>Lernschule</em> blies &#8211; die Landschulheim-Bewegung vorneweg -, machte sie bizarrerweise gerade Herbart zu ihrem Buhmann.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die deutsche Bildungsidee, auf die wir uns so lange so viel zugute gehalten haben, hat nicht erst mit Georg Picht und Theodor Litt vor dem Nutzen kapituliert, sondern schon mit der Restauration und dem Biedermeier. Solange ihr die industrielle Revolution und der Triumph des Fabriksystems noch bevorstanden, konnte sie sich nicht behaupten. Sie mußte utilitär versanden. Es galten Verwertbarkeit und Planung. Doch heut am Ende der industriellen Zivilisation, am Anfang der „Mediengesellschaft“, wo produktive Einbildungskraft und Wagemut selbst im Krämersinn <span style="color:#993366;"><em>nützlich</em></span> werden, erhält sie unverhofft ihre zweite Chance. Aber sicher nicht in ihrer metaphysisch-objektivistischen Verfallsform, sondern als das kritisch-romantische Original; als ästhetische Bildung. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das heißt nicht bloß: mehr Kunst- und Musikstunden. Die inhaltliche Neubestimmung, die Sie fordern, muß eine Neubegründung der gesamten Pädagogik werden &#8211; auf der Einsicht, daß allein das Ästhetische das Feld ist, welches die Reflexion zu bestellen hat. Das ist kein Sowohl-als-auch, sondern ein Um-zu.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In der „entstandardisierten“ Risikogesellschaft wird <span style="color:#993366;"><em>Identität</em></span> ein akuteres Problem denn je. Persönlichkeit, Charakter, Selbstheit ist keine dem individuellen Leben vorausgesetzte Entelechie. Identität muß sich bilden &#8211; in der Angerührtheit vom Erlebnis der Andersheit des Andern. Und das ist der ästhetische Elementarakt! Stoff und Medium persönlicher Bildung ist der, die, das Fremde &#8211; insofern ich ihn, sie, es von mir unterscheide. Das geschieht in der Anschauung, nicht erst in der Reflexion &#8211; denn es ist das, worauf alle Reflexion sich bezieht. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Pädagoge ist nicht schon der Didaktiker, der die Information X aus dem Speicher a in den Speicher b überführt. Ein Pädagoge ist ein Seelenfänger, und Seelen fängt man nicht, wenn man sie jagt, sondern indem man sie verführt: zum Erleben der Selbstheit in der Befremdung durch den Andern. Er verwickelt seinen Zögling in einen Roman, den der selber zu Ende bringen muß, und das ist nicht die Erfüllung eines Programms, sondern ein Sprung ins Ungewisse. Was passiert im Roman? Ein Bild ‚zeichnet sich ab’. Das Bild einer Welt, darin das Bild eines Ich. Wie sie in einander fließen und sich gegen einander absetzen, das macht die Handlung aus. Eigentlich ist jeder Roman ein „Bildungs“-Roman, nur eben nicht immer ein gelungener. Und weil doch Bildung immer ein <span style="color:#993366;"><em>Roman</em></span> ist, spricht man besser von einer <span style="color:#993366;"><em>romantischen</em></span> Idee als von einer humanistischen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><a href="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/monch-am-meer.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-118" title="c. d. friedrich, mönch am Meer" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/10/monch-am-meer.jpg?w=460&amp;h=294&#038;h=294" alt="" width="460" height="294" /></a></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Sich ein Bild machen, das heißt nicht nur: anschauen, sondern auch: es als bleibend festhalten &#8211; bestimmen als dieses und kein anderes. Das ist die Arbeit der Reflexion, der kognitiven Vermögen. Ästhetische Bildung ist darum nicht Konkurrent der Verstandesbildung, sondern, im Gegenteil, ihre Begründung. Identität beginnt als erlebte Gewißheit der Selbsttätigkeit. Aber sie bewährt sich als Bewußtsein.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Daß die Deutschen mit ihrer schon immer und nach Auschwitz erst recht gefährdeten nationalen Identität besondere Mühe haben, das Fremde in ihrer Mitte zu ‚integrieren’, wen kann es wundern? Doch integrieren heißt nicht angleichen, nicht vermengen bis zur Unun- terscheidbarkeit, wo alles gleich-gilt. Vielmehr ist ja die Andersheit des Andern die Gewähr meiner Identität. Doch nur unter dieser Prämisse: dem normativen Rang der Person. Das ist das spezifisch abendländische Axiom, das wir mit unsern Nachbarn teilen. Es macht unsere gemeinsame Kultur zwar einerseits universalistisch, aber scheidet sie zugleich von allen anderen. Wir haben sie noch ein bißchen nötiger als die Nachbarn, und so liegt die Hoffnung der Deutschen auf eine nationale Identität darin, daß wir noch ein bißchen „westlicher“ werden als jene. Die Voraussetzung dafür hieße Bildung.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Sehr geehrter Herr Professor Nida-Rümelin, ich hoffe, Sie werden sich weiterhin nicht nur als Philosoph, sondern auch als Staatsminister für die Kultur in die bildungspolitischen Debatten einmischen!</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Mit besten Grüßen,</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Ihr Jochen Ebmeier,</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="color:#993366;"><em><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Freunde des Landschulheims Fürstlich Drehna e. V.</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">Geschäftsführer</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><img class="alignnone size-full wp-image-1376" title="ungewiss" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2009/10/ungewiss1.jpg?w=460&#038;h=345" alt="ungewiss" width="460" height="345" /><br />
</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#666699;"><em>Eine späte Antwort:</em></span></p>
<p style="text-align:left;"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><span style="font-family:Garamond;">10. 12. 2007</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><span style="font-family:Garamond;">Sehr geehrter Herr Ebmeier,</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-family:Garamond;">Sie haben einmal zu meinem Artikel in der Welt “Alles wandelt sich, der Humanismus bleibt” (27. März 2002) eine längere Replik in Gestalt eines Briefes an mich verfasst. Ich bin erst jetzt auf diesen Brief aufmerksam geworden <span style="color:black;">und habe aus seiner Lektüre viel gelernt. Die inhaltlichen Übereinstimmungen liegen auf der Hand.</span></span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-family:Garamond;">Ich wünsche Ihnen für Ihre Arbeit in humanistischer Gesinnung weiterhin viel Erfolg und bin mit freundlichen Grüßen</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-family:Garamond;">Ihr Julian Nida-Rümelin</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-family:Garamond;">Lehrstuhl für Politische Theorie und Philosophie<br />
Geschwister-Scholl-Institut der Universität München Professor Dr. Julian<br />
Nida-Rümelin, Staatsminister a.D.</span></p>
<div class="entrymeta" style="text-align:left;">
<div class="postinfo">
<div class="filedto" style="text-align:left;">
<div style="text-align:justify;padding:0 0 1pt;">
<p class="MsoPlainText" style="border:medium none;padding:0;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
</div>
<p style="text-align:justify;"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &lt;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
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</div>
</div>
<div style="text-align:left;padding:0 0 1pt;">
<p class="MsoPlainText" style="border:medium none;padding:0;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
</div>
<p style="text-align:left;"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &lt;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Homo vagans.</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 07:22:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausschweifungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein romantisches Menschenbild zur Jahrtausendwende 
 
Ich schwöre Ihnen, erwiderte Ulrich ernst, daß weder ich noch irgendwer weiß,
was der, die, das Wahre ist; aber ich kann Ihnen versichern, 
daß es im Begriff steht, verwirklicht zu werden!
Der Mann ohne Eigenschaften
Abrupt ist gerade* das zwanzigste Jahrhundert zu Ende gegangen. War es die Epoche der Weltrevolution oder war [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1962&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><span style="color:#cc0066;"><em><span style="font-size:24pt;font-family:Garamond;">Ein romantisches Menschenbild zur Jahrtausendwende</span></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993366;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993366;"> </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/carpeaux.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-243" title="Jean Baptiste Carpeaux, Der Fischerjunge" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/carpeaux.jpg?w=460&#038;h=345" alt="" width="460" height="345" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-family:Garamond;">Ich schwöre Ihnen, erwiderte Ulrich ernst, daß weder ich noch irgendwer weiß,</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-family:Garamond;">was der, die, das Wahre ist; </span><span style="font-family:Garamond;">aber ich kann Ihnen versichern, </span></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-family:Garamond;">daß es im Begriff steht, verwirklicht zu werden!</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><span style="font-family:Garamond;">Der Mann ohne Eigenschaften</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Abrupt ist gerade<strong>*</strong> das zwanzigste Jahrhundert zu Ende gegangen. War es die Epoche der Weltrevolution oder war es, wie ein konservativer Geist meinte „der europäische Bürgerkrieg“, gleichviel: vorbei ist es so oder so.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eine neue Zeit bricht an, und nirgends so stürmisch wie bei den Deutschen. Ein normales Volk unter den Völkern in einem normalen Staat unter den Staaten, das hatten wir noch nie. </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/partyotismus.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-244" title="Partyotismus" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/partyotismus.jpg?w=170&#038;h=124" alt="" width="170" height="124" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und immer noch in der Mitte Europas. Ganz ungewohnt: Wir werden uns nicht mehr mit uns und mit dem Naheliegenden begnügen können. An unsere Geschichte müssen wir jetzt wieder in der ersten, statt bloß in der dritten Person denken. Die Welt ist nicht mehr, was sie war, und wir auch nicht. Unsern Platz müssen wir, wie die andern Völker auch, selbst bestimmen.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Pädagogenstand, Mehrer des Fortschritts und Wahrer guter Gesinnung, hat von alldem noch nichts gemerkt. Er zehrt weiter, schlecht oder recht, am Vermächtnis des Jahres Achtundsechzig. Sind aber nicht gerade die Kinder, mehr noch als die andern, Kinder ihrer Zeit? „Weiter so“ ist schon an ruhigen Tagen keine Losung, die der Pädagogik zu Gesicht stünde. Doch im Moment der Zeitenwende macht sie sich damit ganz unmöglich. </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nicht das Kapital ist zusammengebrochen. Seine zivilisatorische Mission war wohl noch nicht erschöpft: Der Welt-Markt liegt erst noch vor uns.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das nachindustrielle Zeitalter läßt auf sich warten, die Postmoderne ist schon wieder vorbei. Die Welt, in der wir leben, stellt sich neuerlich dar, als was sie ist: bürgerliche Gesellschaft. </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Durchbruch</span></em><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Doch der Charakter der bürgerlichen Zeit ist Krisis. Sie ist das Tor, das aus der Naturnotwendigkeit hinausführt ins Reich der Freiheit &#8211; oder in die Barbarei. Die Krisis ‚äußert’ sich als Revolution in Permanenz: Jede noch verbliebene Naturschranke wird beiseite geschoben, noch die letzte Naturfessel wird abgestreift wie eine Schlangenhaut, eine nach der andern.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ihre nacheinander eingerichteten Gesellschaftsbildungen haften der Menschheit an wie Häute, in denen sich ihre Anpassung an die &#8211; je durch Arbeit modifizierte &#8211; Natur materialisiert hat zu so und sovielen Bedürfnissen und „Eigenschaften“ der Menschen selbst. Die Menschen machen ihre Geschichte nicht aus freien Stücken. Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alb auf dem Gehirne der Lebenden. Aber die Menschen machen ihre Geschichte selbst. Sie können sich häuten, wenn und weil sie es wollen.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Charakter der bürgerlichen Epoche ist Revolution in Permanenz. Theoretisch ausgesprochen hat sie ihn in der <em>Wissenschaftslehre</em> &#8211; als der „pragmatischen Geschichte“ davon, wie ‚das Ich’ sich immer wieder „selbst setzt“ im ‚praktischen Erzeugen einer gegenständlichen Welt’ &#8211; als seinem Spiegel.<em> </em><a name="_ednref1"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn1">[1]</a></span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/selbst.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-246" title="Ich - Nichtich" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/selbst.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Geschichte davon, wie es ein ‚Selbst’ wird, indem es die Welt zu seiner Aufgabe macht; wie es seine Zukunft zu dem macht, was ihm zukommt.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Je dringender aber die bürgerliche Welt nach ihrer Zukunft fragt, umso unabweisbarer wird ihr ihre Herkunft zum Problem. Führt ein gerader Weg von ihrem Woher zu ihrem Wohin? Waren die Bewegungsgesetze ihrer Gegenwart schon die Bildungsgesetze ihrer Entstehung? Nur wenn ihre Entwicklungslogik immanent, und wenn die bürgerliche Verkehrsweise in sich selbst begründet ist, läßt sich aus ihrem Heute auch ihr Morgen hochrechnen. Anderfalls bleibt ihre Zukunft in der Schwebe.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Jene Selbstreflexion der bürgerlichen Gesellschaft auf ihre Ursprünge war die <em>Kritik der politischen Ökonomie</em> gewesen &#8211; als Durchführung des Programms der Wissenschaftslehre am Spezialfall der Bildung des Kapitalverhältnisses. Sie </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/marx3jpg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-247" title="Marx" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/marx3jpg.jpg?w=73" alt="" width="73" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">beschrieb nicht einfach, wie das ‚System’ der bürgerlichen Ökonomie „funktioniert“, sondern sie zeigte, daß sein Funktionieren auf einer sachlichen Bedingung beruht, die durch das System nicht begründet werden kann, weil sie es selbst begründet: die Trennung des Arbeitsvermögens von den Arbeitsmitteln, alias „die sogenannte ursprüngliche Akkumulation“. Es ‚basiert’&#8217; auf einem historischen Faktum, nicht auf einem Gesetz.<a name="_ednref2"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn2">[2]</a> Aber Fakta sind vergänglich.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und weiter!</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Da sie so aus ihren heutigen Bewegungsregeln ihre zukünftige Entwicklungsrichtung nicht einfach extrapolieren kann, kommt sie sich nach vorn hin offen vor. Ihre Krisis erscheint ihr als Progressus in infinitum. Sie weiß zwar, daß es irgendwo „hin“ geht. Aber sie weiß nicht, wo das liegt. Sie fühlt sich unterwegs, aber sie weiß nicht die Richtung. Sie weiß nur, daß da irgendeine „sein muß“.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das Hier und das Jetzt der bürgerlichen Gesellschaft heißen immer: <em>plus ultra</em>.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Für den Einzelnen bedeutet das: Er muß sein Leben <em>führen</em> &#8211; denn es versteht sich nicht mehr von selbst. Und wenn es nach vorne offen ist, muß er seine Bestimmung suchen &#8211; nämlich da, wo er <em>nicht</em> ist.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ist ihm sein Ziel nicht ‚gegeben’, so kann er es auch nicht sehen</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/ohne-weg.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-248" title="no hay caminos; hay que caminar" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/ohne-weg.jpg?w=237" alt="" width="237" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> &#8211; nicht einmal als ‚Idee’; nicht, wie es aussieht, noch wo es liegt. Er ahnt nur, daß eins da sein muß. Darum steht er nicht einmal, sondern immer vor der Frage: Wo soll ich hin? Wie geht es weiter? Und das heißt immer bloß: Was ist der nächste Schritt? An einem spanischen Kloster steht die Inschrift: <em>No hay caminos; hay que caminar.</em> Oder wie der Tatmensch Oliver Cromwell das ausgedrückt hat: Einen Mann trägt sein Roß nie weiter, als wenn er nicht weiß, wohin er reitet. &#8211; Sein Ziel ist dann nämlich nur: weiter vorn.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ein ewig gegenwärt&#8217;ges Nun</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Doch „wenn man nicht weiß, wohin man geht, weiß man bald auch nicht mehr, wo man sich befindet“<a name="_ednref3"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn3">[3]</a>. So schlägt die Permanenz der bürgerlichen Krisis sich erlebens-wirklich nieder als permanente Selbstreflexion &#8211; das ewige Fragen nach Wo, Woher und Wohin. Es ist die unablässige </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/meistereckhart1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-250" title="Meister Eckhart" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/meistereckhart1.jpg?w=78" alt="" width="78" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Neugeburt des transzendentalen Subjekts: Es ist nur <em>in actu</em>, es ist immer wieder „frei und neu in jedem Nun“<a name="_ednref4"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn4">[4]</a>. Ansonsten ‚ist’ es nur formale Möglichkeit.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Es dauert nicht in Raum und Zeit. Es kann sich nicht ‚rechtfertigen’ durch bleibende Werke. Es muß sich bewähren stets aufs neue. Es ‚ist’ nicht erbrachte Leistung, sondern höchstens stete Bereitschaft, zu leisten. Es rechtfertigt sich „allein aus dem Glauben“, als <em>daz fünklîn</em>,<a name="_ednref5"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn5">[5]</a> das nur leuchtet, wenn ich es anschaue. „&#8217;Ich bin&#8217; heißt, ich befinde mich in allgemeiner Relation, oder ich <em>wechsle</em> &#8211; es ist das Glied des Wechsels überhaupt: erstes Spiel.“<a name="_ednref6"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn6">[6]</a></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ein ‚Ziel’ &#8211; ein Unbedingtes, bei dem er stehenbleiben; ein Absolutes, bei dem er sich beruhigen könnte &#8211; ist dem modernen Menschen nicht „sichtbar“; ist nicht im Raum noch in der Zeit. Und doch soll es ihm „irgendwie“ präsent sein! Nämlich als Maßstab seines jeweiligen Handelns, hier und jetzt. „Moral ist die Zuordnung jedes Augenblickszustandes unseres Lebens zu einem Dauerzustand.“<a name="_ednref7"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn7">[7]</a> Aber er kanns nicht behalten und kanns nicht vergessen, und faßt er es ganz, so kann ers nicht messen. „Das einzig mögliche Absolute, das uns gegeben werden kann“, ist „die unendlich freie Tätigkeit in uns“. Es „läßt sich nur negativ erkennen, indem wir handeln und finden, daß durch kein Handeln das erreicht wird, was wir suchen“. <a name="_ednref8"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn8">[8]</a> Und mit den Worten des Cherubinischen Wandersmanns: Je mehr du nach ihm greifst / je mehr entwird er dir.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Als ob</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-family:Garamond;">„Ich glaube nicht, daß Gott da war, sondern daß er erst kommt. Aber nur,</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-family:Garamond;">wenn man ihm den Weg kürzer macht als bisher.“ </span></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><span style="font-family:Garamond;"><em>Se. Erlaucht wies das mit den würdigen Worten zurück: „Das ist mir zu hoch.“ </em></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><span style="font-family:Garamond;">Der Mann ohne Eigenschaften</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Dieses Paradox wird gewöhnlich veranschaulicht durch die Metaphern „Ideal“ und „unendliche Annäherung“. Aber solche Bilder verdunkeln mehr, als sie erhellen.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Da ist kein ‚Punkt’, dem es näherzukommen gälte, früher oder später, mehr oder weniger. Sondern da ist ein Wert, der gilt &#8211; jetzt und überhaupt. Man ‚hat’ ihn nicht als </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Aktiv-</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/parabola.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-253" title="Parabola" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/parabola.jpg" alt="" width="415" height="229" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> posten, </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">sondern wie einen Stachel. Er gilt, indem ich jederzeit so handle, als ob die Welt „jetzt schon“ nach einem göttlichen Heilsplan eingerichtet wäre. Wenn alle so handelten, als ob es eine göttliche Weltregierung gäbe, dann &#8211; gäbe es eine göttliche Weltregierung.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so. Und so kann ich auch nicht messen, wie weit mich mein Handeln jenem idealen Zustand „nahegebracht“ hat. Ich kann nur wissen, daß ich so gehandelt habe, als ob&#8230; Wenn aber das Resultat kläglich ausfiel, dann wird mich das bekümmern; doch reuen muß es mich nicht.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Mehr noch als die Geschichte der Gattung ist so der Lebensplan jedes Einzelnen Sinngebung des Sinnlosen. Die Welt ist ‚alles, was der Fall ist’. Ein Sinn ist darin noch keiner. Mein Leben in der Welt dagegen ist so, wie es sein soll &#8211; oder nicht. Anderer Sinn wird sich in der Welt nicht auffinden lassen.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das Unbefriedigende daran ist, daß man das Ende nie zu fassen kriegt. Immer greift man ins Leere. Da ist kein Stoffliches, vulgo „Inhalt“, in dieser Moral, woran man sich halten könnte. Sie ist die Ausbreitung einer einzigen Tautologie &#8211; zu einem Paradox.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Durch einander</span></em><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die ganze Philosophie ist aber so eine Tautologie. Sie besteht nur in der Auflösung eines tautologischen Satzes in einen Gegensatz. Jener Satz heißt a = a, oder „was ist, ist“, und ist </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/verschlungen_0.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-251" title="durch einander" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/verschlungen_0.jpg" alt="" width="200" height="267" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">landläufig als ‚Satz der Identität’ bekannt. Einen Sinn hat er freilich nur, wenn damit „eigentlich“ eine &#8211; Nichtidentität gemeint ist. Dann heißt er so: Das Eine ist ‚es selbst’ <em>durch</em> ein Andres; soll gelten <em>als</em> das Andre.<a name="_ednref9"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn9">[9]</a> Etwa so: Das Unendliche soll endlich sein; oder: Das Unbedingte soll bedingt werden; oder auch, Was ist, soll einen Sinn haben. &#8211; Dann ist er nicht Feststellung einer Tatsache, sondern Stellung einer Aufgabe. </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In der Geschichte der abendländischen Philosophie ist jene Aufgabe als das Problem der „Einheit von Subjekt und Objekt“ formuliert und formalisiert worden. Aber so, als ob seine Lösung irgendwann einmal gelingen müßte. Doch kann ich den „Gegensatz des Bewusstseins“ lediglich ‚praktisch’ als gegenstandslos behandeln &#8211; nämlich im Moment der Tat selbst, wo im Vollzuge ‚Subjekt’ und ‚Objekt’, Sinn und Sein, das Gegebene und die Aufgabe, der ‚Stoff’ und die ‚Form’ wirklich in einem Punkt zusammenfallen. Die Lösung ‚gelingt’ immer nur <em>actu:</em> während der Tat, doch schon nicht mehr in ihrem Produkt; und hernach ist alles so offen wie je zuvor. Die Lösung der Aufgabe ist immer wieder nur die Aufgabe selbst.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der dialektische Schein</span></em><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und wenn ich es recht bedenke, ist der ‚Gegensatz des Bewußtsein’ auch theoretisch ein bloßer Schein. Im wirklichen Leben kommen überhaupt nur Handlungen vor. Ohne das wäre ein ‚Objekt’ uns ebensowenig gewärtig wie ein ‚Subjekt’. Die Handlungen sind das Reale am wirklichen Leben. Was aber „in Begriffen dargestellt wird, ruht“<a name="_ednref10"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn10">[10]</a>. ‚Subjekt’ und ‚Objekt’ sind theoretische Bestimmungen, die eine abstrahierende Reflexion im nachhinein in meine Anschauung hineingetragen hat. Sie stammen nicht aus dem natürlichen Bewußtsein, sondern sind selbst schon Wissenschaft.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Doch reden wir hier ja nicht vom natürlichen Bewußtsein „überhaupt“, sondern von der Gemütslage des modernen, des bürgerlichen Menschen. Und den zeichnet es allerdings aus, daß er eben &#8211; reflektiert. Es ist ihm ja nichts mehr selbstverstündlich, kein Gegebenes und kein Aufgegebenes. Die beseufzte „Verwissenschaftlichung des Alltags“ hat diesen Grund: Er muß  <em>fragen</em> &#8211; nach einem Wozu. Und prompt zerfällt ihm die Wirklichkeit in ein Ich und in ein Nichtich. Um die Unschuld ists geschehn.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der antiquierte Mensch ist mit sich selbst im Reinen und in jeder Nische zuhaus, wo es sich wohlsein läßt.</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/daumier-celebrites-du-juste-milieu.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-49 alignleft" title="Honoré Daumier, Célébrités du juste milieu" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/09/daumier-celebrites-du-juste-milieu.jpg?w=76" alt="" width="76" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Das ist die Gattung des <a href="http://neuromantiker.wordpress.com/2008/09/23/der-philister-zu-deutsch-der-spieser">Philisters</a>. Sie ist zwar noch zahlreich, aber schon</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> veraltet.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Sie ahnen es, und seither werden sie ihrer Unzufriedenheit nicht mehr Herr:</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Es scheint, daß der brave, praktische Wirklichkeitsmensch die Wirklichkeit nirgends restlos liebt und ernst nimmt. Als Kind kriecht er unter den Tisch, um das Zimmer der Eltern, wenn sie nicht zu Hause sind, durch diesen genial einfachen Trick abenteuerlich zu machen; als Knabe sehnt er sich nach der Uhr; als Jüngling mit der goldenen Uhr nach der zu ihr passenden Frau; als Mann mit Uhr und Frau nach der gehobenen Stellung; und wenn er glücklich diesen kleinen Kreis von Wünschen zustande gebracht hat und ruhig darin hin und her schwingt wie ein Pendel, scheint sich sein Vorrat unbefriedigter Träume um nichts verringert zu haben. Wenn er sich erheben will, so gebraucht er dann ein Gleichnis &#8211; denn es kommt ihm anscheinend nur darauf an, etwas zu dem zu machen, was es nicht ist; was wohl ein Beweis dafür ist, daß er es nirgends lange aushält, wo immer er sich befinde.<a name="_ednref11"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn11">[11]</a></span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Philister ist eine aussterbende Spezies. </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eine komische Existenz</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der moderne Mensch ist ein Wanderer: An seinem Platz ist er immer fremd. Setzt er sich fest, fällt er aus seiner Bestimmung.<a name="_ednref12"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn12">[12]</a> Das Endliche, das er nur immer hat, wird zur greifbaren Figur erst vorm Hintergrund des Unendlichen, das er haben soll und nicht haben kann. Gewärtig ist ihm das Endliche bloß als ein (zu kleines) Stücklein vom Absoluten. „Wir suchen überall das Unbedingte und finden immer nur Dinge.“<a name="_ednref13"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn13">[13]</a> In seiner Welt ist er jenseits. Er ist selber das Paradox: Seine Gottheit ist diesseitig, sein Jenseits hier und jetzt, sein Alltag ist seine Offenbarung, seine Erkenntnis Ironie, denn „jeder Philosoph,</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/eulenspiegel2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-254" title="Eulenspiegel, Mölln" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/eulenspiegel2.jpg?w=198" alt="" width="158" height="240" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> der die Immanenz gegen die empirische Person geltend macht, ist ein Ironiker“<a name="_ednref14"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn14">[14]</a>. Er partizipiert an der Ewigkeit, indem er weiß, daß er nur vorläufig ist.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Es ist die Anschauung des hier-und-jetzt-Gegebenen <em>sub specie aeterni</em> &#8211; so „als ob“ es ein Unbedingtes zu vergegenwärtigen habe -, die die Romantiker Ironie genannt haben. „Der Humor, als das umgekehrte Erhabene, vernichtet nicht das Einzelne, sondern das Endliche durch den Kontrast mit der Idee.“<a name="_ednref15"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn15">[15]</a> Gemessen an der ‚unendlichen Aufgabe’ wird alles Reale, jedes einmal fertige Produkt, das im Raum und in der Zeit vorkommt, komisch: Verglichen mit dem, was es vorstellen soll, wirkt es gemein &#8211; und rührend zugleich.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">„Ironie ist die Form des Paradoxen“, sie repräsentiert den „unauflöslichen Widerstreit des Unbedingten und Bedingten“<a name="_ednref16"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn16">[16]</a>. Durch sie erst „wird das eigentümlich Bedingte allgemein interessant und erhält objektiven Wert“<a name="_ednref17"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn17">[17]</a>. „Sie ist die freieste aller Lizenzen, denn durch sie setzt man sich über sich selbst hinweg.“ <a name="_ednref18"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn18">[18]</a></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wo das empirische Ich aus sich heraustritt, sich über sich hinwegsetzt und von dort aus &#8211; auf sich zurückblickt: dort reden wir von Reflexion. Permanente Reflexion ist der Charakter der bürgerlichen Existenz. Sie ist deren reale Ironie, auch bei einem, dem aller Humor abgeht.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Mann ohne Eigenschaften</span></em><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Was immer er erreichen will, es ist immer nur der nächstbeste Schritt auf seinem Weg ins Unendliche. Und hat er was erreicht, kehrt es sich gegen ihn als die nächste Schranke auf seinem Weg. Es hält ihn auf, es hält ihn fest, es schmiedet ihn an&#8230; das Endliche. Das richtige war es nur, solange er es nicht hatte. Kaum hält er es in Händen, da ist es schon falsch. „Das Endziel hat keine bestimmte Weise, es entwächst der Weise und geht in die Breite.“<a name="_ednref19"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn19">[19]</a> Was immer er hat, es ist nicht genug. Immer ist er auf dem Weg zu einem andern Ufer. Und wo er sich niederläßt, da &#8211; schwebt er nur.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Was er je geworden ist &#8211; gemessen an dem, was er alles nicht ist, ist es viel zu wenig. Alle Eigenschaften, die er haben kann, sind ebensoviele Einschränkungen seiner Möglichkeiten: weniger Reichtum als Mangel. Seiner Bestimmung gerecht wird er erst als Mann ohne Eigenschaften. „Kinder sind deshalb am schönsten“, meint Hegel, weil „das Kind in seiner Lebhaftigkeit als die Möglichkeit von allem erscheint“.<a name="_ednref20"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn20">[20]</a></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das Kind ist das Urbild des modernen Menschen: Es hat noch keine Eigenschaften.</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/carpeaux3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-255" title="Fischerjunge" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/carpeaux3.jpg" alt="" width="298" height="216" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Es fühlt sich im Möglichen nicht minder zuhaus als im Wirklichen; eher mehr. Sein &#8211; um mit Robert Musil zu reden &#8211; Möglichkeitssinn ist ihm präsenter als sein Wirklichkeitssinn: „Alles könnte auch ganz anders sein.“ Darum wurde das Kind zur großen Entdeckung der Romantik: „Der frische Blick des Kindes ist überschwänglicher als die Ahndung des entschiedensten Sehers“, und „ein Kind ist weit klüger als ein Erwachsener: das Kind muß durchaus ironisches Kind sein“.<a name="_ednref21"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn21">[21]</a></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Aber auch als Urbild ist es doch bloß ein Bild.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Mögen es sein frischer Blick und der „leichte Sinn für das Zeitliche“ (Fichte) auch auf vertrauten Fuß mit dem Unendlichen setzen &#8211; aber es ‚strebt’ ja nicht in der Welt, die „der Fall ist“. Sein Überschwang hält sich in den Grenzen einer ‚Welt’ ad usum Delphini: einer Kunstwelt des harmlosen Scheins. Da kostet es nichts, sich alles „ganz anders“ zu denken. Es ist Gedanken-Spielerei.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Unternehmer an der Grenze</span></em><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wirkliches Streben in der Welt der Tatsachen ist Arbeit, nicht Spiel. Der Mensch, der bloß arbeitet, wird zum Philister. Er arbeitet, um sich an seiner Statt einzurichten. Er strebt, um zu haben. Er ist Krämer. Ein Unternehmer ist der, dem am Gewinnen noch mehr gelegen ist als am Gewinn.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der eine mag typisch sein für unsere lausigen bürgerlichen Zustände; nämlich sofern alles beim Alten bleibt. Der andere ist charakteristisch für das bürgerliche Geschehen &#8211; insofern nämlich, als alles neu werden muß. Der Unternehmer ist ein Spieler in der Welt der Tatsachen. Er hält die Revolution permanent. Er ist der Romantiker, der sein Sach auf Nichts </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">gestellt hat: der „auf eigne Faust lebende Mensch“<a name="_ednref22"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn22">[22]</a>.</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/am_abgrund1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-264" title="unternommen an der Grenze" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/am_abgrund1.jpg" alt="" width="392" height="360" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wo er nicht ist, dort ist sein Glück, und dahin ist er immer unterwegs. Er hat alles stets noch vor sich. Er lebt an einer Grenze, die nur da ist, damit er sie übertritt.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">So weit als die Welt</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">So mächtig der Sinn</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">So viel Fremde er umfangen hält</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">So viel Heimat ist ihm Gewinn.<a name="_ednref23"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_edn23">[23]</a></span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das ist das Menschenbild, das der Erziehung an der Jahrtausendwende vorzuschweben hat ; als Stachel, nicht als zu erfüllendes Maß. Nicht als Vorbild, wonach der Pädagoge seinen Zögling modelt, sondern als ein Gleichnis, in dem er sich selbst erkennt. </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wenn nicht einmal die Pädagogen Unternehmer wären &#8211; ja wer denn dann?</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><strong><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">*)</span></strong><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> gechrieben im Mai 1992</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><br />
</span></span></p>
<div class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></div>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn1"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref1"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[1]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Fichte, J. G., Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre, Hbg. 1979; ders., Wissenschaftslehre 1805, Hbg. 1984; Marx, K., und Friedrich Engels, Werke, Bd. 3; Erg.-Bd. I; Berlin 1983; 1968 </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn2"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref2"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[2]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Marx, K., und Friedrich Engels, Werke, Bde. 23-25, Berlin 1970-74 ; Bd. 42, Berlin 1983</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn3"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref3"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[3]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Bachelard, G., Poetik des Raumes, Ffm. 1987, S. 188 </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn4"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref4"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[4]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Eckart, Meister Johannes E. : Deutsche Predigten und Traktate (Hg. J. Quint) München 1979, S. 160</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn6"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref6"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[6]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Novalis, Werke, Bd. I, Zürich. 1945, S. 208</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn7"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref7"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[7]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Musil, R., Der Mann ohne Eigenschaften, Hbg. 1960, S. 869</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn8"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref8"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[8]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Novalis, aaO, S. 172</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn9"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref9"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[9]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Fichte 1984, S. 39</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn10"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref10"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[10]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Schelling, F. W. J., Werke, Bd. </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">I, Ffm 1985, S. 193 </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn11"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref11"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[11]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Musil aaO, S. 138f</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn12"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref12"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[12]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> ebd., S. 234</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn13"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref13"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[13]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Novalis aaO, Bd. </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">II, S. 10</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn14"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref14"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[14]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Marx 1968, S. 221</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn15"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref15"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[15]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Jean Paul (Richter, F.), Werke Bd. IV, Leipzig-Wien o.J. (Bibl. Inst.), S. 173</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn16"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref16"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[16]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Schlegel. Fr., Werke Bd. I, Berlin-Weimar 1980, S. 172, 182</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn17"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref17"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[17]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Novalis aaO, Bd. II, S. 17</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn18"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref18"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[18]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Schlegel aaO, S. 182 </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn19"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref19"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[19]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Meister Eckart aaO, S. 196 </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn20"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref20"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[20]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Hegel, G. W. F., Ästhetik Bd. I, Berlin-Weimar 1955, S. 153</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn21"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref21"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[21]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Novalis aaO, Bd. III, S. 63, 263</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn22"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref22"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[22]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Musil ebd., S. 130</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><a name="_edn23"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxEditorPaste;jsessionid=607D40F1FED437E7F0CB121C24393901.TC112a#_ednref23"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[23]</span></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Brentano, Cl., Godwi, In: Werke (Hg. Kemp), Bd. 2; München 1963-68; S. 17</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#999999;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></span></p>
<hr size="1" />
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			<media:title type="html">Eulenspiegel, Mölln</media:title>
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		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/carpeaux3.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Fischerjunge</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/am_abgrund1.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">unternommen an der Grenze</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Hab mein&#8217; Sach&#8217; auf Nichts gestellt.</title>
		<link>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/10/15/hab-mein-sach-auf-nichts-gestellt-2/</link>
		<comments>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/10/15/hab-mein-sach-auf-nichts-gestellt-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 13:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[auf Nichts gestellt]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[meine Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[wohl]]></category>

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		<description><![CDATA[
Vanitas! Vanitatum vanitas!

 
Ich hab mein Sach auf Nichts gestellt.
Juchhe!
Drum ist&#8217;s so wohl mir in der Welt.
Juchhe!
Und wer will mein Kamerade sein,
Der stoße mit an, der stimme mit ein
Bei dieser Neige Wein.
…
Nun hab ich mein Sach auf Nichts gestellt.
Juchhe!
Und mein gehört die ganze Welt.
Juchhe!
Zu Ende geht nun Sang und Schmaus.
Nur trinkt mir alle Neigen aus;
Die letzte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1954&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><img class="alignnone size-full wp-image-1333" title="pierrot" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/pierrot_p.jpg?w=460&#038;h=310" alt="pierrot" width="460" height="310" /></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993366;"><em><span style="color:#a71914;">Vanitas! Vanitatum vanitas!</span></em></span></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ich hab <span style="color:#000000;"><span style="color:#3366ff;"><span style="color:#000000;">mein</span> <span style="color:#000000;">Sach auf</span> <span style="color:#000000;">Nichts gestellt</span></span>.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Juchhe!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Drum ist&#8217;s so wohl mir in der Welt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Juchhe!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und wer will mein Kamerade sein,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der stoße mit an, der stimme mit ein</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Bei dieser Neige Wein.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">…</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nun hab ich mein Sach auf Nichts gestellt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Juchhe!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und mein gehört die ganze Welt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Juchhe!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zu Ende geht nun Sang und Schmaus.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nur trinkt mir alle Neigen aus;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die letzte muß heraus!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Goethe</span></em></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuromantiker.wordpress.com/1954/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuromantiker.wordpress.com/1954/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuromantiker.wordpress.com/1954/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuromantiker.wordpress.com/1954/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuromantiker.wordpress.com/1954/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuromantiker.wordpress.com/1954/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuromantiker.wordpress.com/1954/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuromantiker.wordpress.com/1954/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuromantiker.wordpress.com/1954/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuromantiker.wordpress.com/1954/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1954&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bertel Weber-Knecht</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/pierrot_p.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">pierrot</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ein ewic gegenwaertic nûn.</title>
		<link>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/22/ein-ewic-gegenwaertic-nun/</link>
		<comments>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/22/ein-ewic-gegenwaertic-nun/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 09:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bruchstücke]]></category>
		<category><![CDATA[ewig]]></category>
		<category><![CDATA[gegenwärtig]]></category>
		<category><![CDATA[Meister Eckhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Nun]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Meister Eckhart
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1949&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> <img class="alignnone size-full wp-image-1950" title="121575main_HRI-937-516" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/121575main_hri-937-516.jpg?w=460&#038;h=460" alt="121575main_HRI-937-516" width="460" height="460" /></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><em>Meister Eckhart</em></span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuromantiker.wordpress.com/1949/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuromantiker.wordpress.com/1949/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuromantiker.wordpress.com/1949/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuromantiker.wordpress.com/1949/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuromantiker.wordpress.com/1949/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuromantiker.wordpress.com/1949/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuromantiker.wordpress.com/1949/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuromantiker.wordpress.com/1949/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuromantiker.wordpress.com/1949/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuromantiker.wordpress.com/1949/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1949&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bertel Weber-Knecht</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/121575main_hri-937-516.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">121575main_HRI-937-516</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Quasi ex tempore.</title>
		<link>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/19/quasi-ex-tempore/</link>
		<comments>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/19/quasi-ex-tempore/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 06:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bruchstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Cherubinischer Wandersmann]]></category>
		<category><![CDATA[entwerden]]></category>
		<category><![CDATA[greifen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://neuromantiker.wordpress.com/?p=1912</guid>
		<description><![CDATA[
Je mehr du nach ihm greifst
Je mehr entwird er dir.
Der cherubinische Wandersmann
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1912&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><img class="alignnone size-full wp-image-1927" title="7757122" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/7757122.jpg?w=460&#038;h=690" alt="7757122" width="460" height="690" /></span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Je mehr du nach ihm greifst<br />
Je mehr entwird er dir.</span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;"><em>Der cherubinische Wandersmann</em></span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuromantiker.wordpress.com/1912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuromantiker.wordpress.com/1912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuromantiker.wordpress.com/1912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuromantiker.wordpress.com/1912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuromantiker.wordpress.com/1912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuromantiker.wordpress.com/1912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuromantiker.wordpress.com/1912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuromantiker.wordpress.com/1912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuromantiker.wordpress.com/1912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuromantiker.wordpress.com/1912/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1912&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bertel Weber-Knecht</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/7757122.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">7757122</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Begreifen.</title>
		<link>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/13/begreifen/</link>
		<comments>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/13/begreifen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 08:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bruchstücke]]></category>
		<category><![CDATA[begreifen]]></category>
		<category><![CDATA[behalten]]></category>
		<category><![CDATA[fassen]]></category>
		<category><![CDATA[messen]]></category>
		<category><![CDATA[vergessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://neuromantiker.wordpress.com/?p=1940</guid>
		<description><![CDATA[
Kanns nicht behalten, kanns nicht vergessen
Und fass ich es ganz, so kann ichs nicht messen.
R. Wagner, Fliederarie, aus: Die Meistersinger von Nürnberg
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1940&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><img class="alignnone size-full wp-image-1934" title="galaxie" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/galaxie.jpg?w=459&#038;h=306" alt="galaxie" width="459" height="306" /></span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Kanns nicht behalten, kanns nicht vergessen</span><br />
<span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und fass ich es ganz, so kann ichs nicht messen.</span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;">R. Wagner, <em>Fliederarie,</em> aus: Die Meistersinger von Nürnberg</span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuromantiker.wordpress.com/1940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuromantiker.wordpress.com/1940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuromantiker.wordpress.com/1940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuromantiker.wordpress.com/1940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuromantiker.wordpress.com/1940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuromantiker.wordpress.com/1940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuromantiker.wordpress.com/1940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuromantiker.wordpress.com/1940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuromantiker.wordpress.com/1940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuromantiker.wordpress.com/1940/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1940&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bertel Weber-Knecht</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/galaxie.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">galaxie</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Das Endziel.</title>
		<link>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/11/das-endziel/</link>
		<comments>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/11/das-endziel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 18:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bruchstücke]]></category>
		<category><![CDATA[bestimmte Weise]]></category>
		<category><![CDATA[Endziel]]></category>
		<category><![CDATA[entwachsen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://neuromantiker.wordpress.com/?p=1911</guid>
		<description><![CDATA[
Das Endziel hat keine bestimmte Weise, es entwächst der Weise und geht in die Breite.
Meister Eckhart
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1911&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><img class="alignnone size-full wp-image-1931" title="eagle nebula" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/eagle-nebula.jpg?w=460&#038;h=665" alt="eagle nebula" width="460" height="665" /></span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das Endziel hat keine bestimmte Weise, es entwächst der Weise und geht in die Breite.<br />
<span style="font-size:12pt;font-family:Garamond;"><em>Meister Eckhart</em></span></span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuromantiker.wordpress.com/1911/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuromantiker.wordpress.com/1911/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuromantiker.wordpress.com/1911/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuromantiker.wordpress.com/1911/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuromantiker.wordpress.com/1911/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuromantiker.wordpress.com/1911/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuromantiker.wordpress.com/1911/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuromantiker.wordpress.com/1911/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuromantiker.wordpress.com/1911/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuromantiker.wordpress.com/1911/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1911&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bertel Weber-Knecht</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/eagle-nebula.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">eagle nebula</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Non plus ultra.</title>
		<link>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/09/non-plus-ultra/</link>
		<comments>http://neuromantiker.wordpress.com/2009/09/09/non-plus-ultra/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 13:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertel Weber-Knecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bruchstücke]]></category>
		<category><![CDATA[nie weiter]]></category>
		<category><![CDATA[weiß nicht]]></category>
		<category><![CDATA[wohin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://neuromantiker.wordpress.com/?p=1913</guid>
		<description><![CDATA[
Ein Mann kommt nie weiter, als wenn er nicht weiß, wohin sein Ross ihn trägt.
Cromwell
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1913&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignnone size-full wp-image-1914" title="Emmanuel Fremiet, Le chevalier errant" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/le_che1.jpg?w=460&#038;h=445" alt="Emmanuel Fremiet, Le chevalier errant" width="460" height="445" /></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ein Mann kommt nie weiter, als wenn er nicht weiß, wohin sein Ross ihn trägt.<br />
<em>Cromwell</em></span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuromantiker.wordpress.com/1913/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuromantiker.wordpress.com/1913/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuromantiker.wordpress.com/1913/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuromantiker.wordpress.com/1913/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuromantiker.wordpress.com/1913/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuromantiker.wordpress.com/1913/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuromantiker.wordpress.com/1913/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuromantiker.wordpress.com/1913/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuromantiker.wordpress.com/1913/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuromantiker.wordpress.com/1913/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuromantiker.wordpress.com&blog=4907585&post=1913&subd=neuromantiker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bertel Weber-Knecht</media:title>
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		<media:content url="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2009/09/le_che1.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Emmanuel Fremiet, Le chevalier errant</media:title>
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